Es ist bereits der 6. Dezember und die Fronten sind unverändert. Es bleibt derzeit nur noch abzuwarten, was in dern nächsten Tagen, die wesentlich bedeutend für die Zukunft des Kosovo sind, passiert.
Dieser Konflikt jedoch steht keinem absehbaren Ende bevor, nach wie vor ist die Lage kompliziert und keiner weiß so genau, wie es weitergehen soll. Nicht einmal die Kosovo-Troika hat es nach 120 Tagen Verhandlung geschafft, eine fürn beide Seiten akzeptable Lösung zu finden. Wie nun schon bekannt ist, gibt es hinsichtlich der Unabhängigkeit verschiedene Meinungen. Es gibt Fürsprecher der kosovarischen Unabhängigkeit, wie z.B. Deutschland, Italien, Frankreich und auch die USA, aber es gibt auch Gegensprecher, die nicht wollen, dass das Kosovo sich von Serbien trennt (z.B. Slowakei, Griechenland und vorallem Russland).
Natürlich gibt es auch in diesem Fall noch Staaten, die sich unsicher sind. Spanien beispielsweise ist sich unsicher, wie man in dieser Hinsicht verfahren sollte, da die Unterstützung solch einer einseitigen Unabhängigkeit automatisch dazu führt, dass andere Minderheiten in anderen Ländern plötzlich auch ihre Unabhängigkeit wollen. Damit spricht Spanien ein äußerst heikles Thema an. Man stelle sich vor, der Kosovo würde unabhängig. Wie sollte man verfahren, wenn sich tatsächlich dadurch der Seperatismus weltweit "vergrößert"? Das wäre eine undenkbare Krise.
Zypern unterstützt dies und verweist auf die Türkische Republik Nordzypern, das plötzlich, weil das Kosovo als unabhängig anerkannt wurde, ebenso nach einer anerkannten Unabhängigkeit greift (bisweilen gilt die Türkische Republik im Norden Zyperns als weltweit nicht anerkannt, demnach auch isoliert).