Die aus der Slowakei stammende, aber in Deutschland lebende Politikwissenschaftlerin Katarina Mallok sieht dunkle Zeiten für das Kosovo.
In einem Interview spricht sie über wichtige Voraussetzungen, damit ein Staat überlebensfähig ist. Eine ausgeprägte wirtschaftliche Struktur, Sicherheitsinstanzen, politische und öffentliche Einrichtungen - das und noch mehr braucht ein Staat aus ihrer Sicht. Im Kosovo sieht es derzeit jedoch absolut nicht so aus:
Die Arbeitslosigkeit schießt in die Höhe, industriell hat das Kosovo nichts zu bieten, Straßen, Wege und weitere infrastrukturelle Angelegenheiten sind keine Augenwiede, was das gesamte Kosovo auch gleichzeitig unattraktiv für Investoren macht. Die derzeit wichtigsten Funktionen werden hauptsächlich durch ausländische Hilfe durchgeführt.
Katarina Mallok behauptet jedoch die Schuld lege nicht beim Kosovo: "Die internationale Gemeinschaft hat einen grundlegenden Fehler gemacht, denn sie hat zugelassen, dass über den Status des Kosovo diskutiert wurde, bevor das Land überhaupt stabilisiert war."